DUM NR. 39 ZUM THEMA DICK & DÜNN

DONNERSTAG, 28. SEPTEMBER 2006
ORT: ULNÖ (STEINER LANDSTR. 3, 3504 KREMS)
BEGINN: 20 UHR
DICK & DÜNN – … zwirnblad & fett? hässlich kontra schön? gemütlich oder hektisch? durch dick & dünn bis ans ende der welt? jede menge assoziationen, gut zementierte vorurteile, neue sichtweisen, spannende texte – zur präsentation von DUM Nr. 39 lesen:

Gabriele Petricek – die gebürtige Kremserin lebt in Wien, ist ausgebildete Modedesignerin und Damenkleidermacherin; zunächst Modeentwerferin, später freie Journalistin für Mode, bildende Kunst und Architektur; Tätigkeit als Autorin, Kulturpublizistin, Kunstkritikerin und Modeberaterin; Veröffentlichungen in Zeitungen, (Literatur)Zeitschriften, Ausstellungskatalogen, Anthologien und im ORF; diverse Preise und Stipendien, 2005 Nominierung für den Bachmann-Preis. Derzeit arbeitet sie an der Erzählsammlung Von den Himmeln und an einem Roman. Einzelpublikation: Zimmerfluchten, Erzählungen, LENÖ St. Pölten 2005.

„Aus der Wanne gekrochen, war nichts von ihr übrig. Eine geöffnete Ölflasche am Beckenrand. Ein Wahn. Ein Handy am Tisch, wohl sein eigenes, ein fremder Mantel im Flur.“
Aus: Zimmerfluchten, 2005.

Gabriele Petricek liest die Erzählung Swimmingpool, begleitet von Judith Waldschütz auf der Blockflöte.

Judith Waldschütz – geboren in Tulln aufgewachsen in Krems/Stein. Erste musikalische Ausbildung in der Musikschule Krems, Studium Konzertfach Blockflöte seit 1989 bei Prof. Hans Maria Kneihs in Wien. Daneben Studium der Instrumentalpädagogik Blockflöte und Kontrabass. Seit mehreren Jahren rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland und Unterrichtstätigkeit in Wien. Besonders Beschäftigung mit neuer Blockflötenmusik.

Constantin Göttfert – der 1979 geborene Autor lebt in Wien, wo er seit 2002 Germanistik und Kulturwissenschaften studiert. Neben seiner Ausbildung arbeitet er als Assistent in einer Ideen-Schmiede.
Seit 2002 veröffentlicht er seine Arbeiten in Anthologien und Zeitschriften, seine jüngste Publikation titelt Holzung, Kurzgeschichten, arovell 2006:
Wir erwachten. Mein erster Griff, bevor ich mich umsah, an den Schaft der Axt, Vaters Geschenk an mich. Ich lag am Rücken, blinzelte gegen die Sonne, die auf uns herunterbrannte, und bemerkte in den Ästen direkt über mir den schwarzen, fetten Vogel, der mich herausfordernd ansah.

Michal Hvorecky – der 1976 in Bratislava geborene Autor zählt zu den wichtigsten jungen slowakischen SchriftstellerInnen. Der sympathische Shooting-Star legt als vierte Publikation 2006 im Tropen Verlag seinen sensationellen Roman City: Der unwahrscheinlichste aller Orte vor, in dem er in Lichtgeschwindigkeit über Liebe, Abhängigkeit, Manipulation und Widerstand gegen „Supereuropa“ erzählt.
In einem Essay zu seiner Neuerscheinung meint der Autor:
„Als ich meinen Freunden aus Prag und Bratislava im Herbst 2005 das Manuskript meines Romans zu lesen gegeben hatte, haben sie nach der Lektüre gefragt: "Ist es nicht ein bisschen übertrieben, dass das Buch in einer Welt spielt, wo die Neugeborenen Nivea oder Gucci genannt werden, da große Konzerne für die Namensgebung gut bezahlen? Kann so was wirklich passieren?
Für mich war diese Vorstellung eine natürliche Weiterentwicklung der heutigen Situation, wenn nach Marken und Produkten schon die Bushaltestellen, Gebäude oder Fußballstadien benannt werden. Schon als das Buch fertig in der Druckerei lag, habe ich in einer Nachrichtensendung gehört, dass in Schweden ein Baby Google heißt. Das Kind ist vier Monate alt, und seine Kleidung ist mit den Suchmaschinen-Logos bedeckt, es besitzt eine eigene Web-Domain und soll als Google-Symbol sein ganzes Leben lang zur Verfügung stehen.“


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