HUNZILS WUNDERSAME REISE

AUTOR: EWALD BARINGER
REZENSION: ERIKA WURZENRAINER
Öh. Ähem. Schmunzel.
Herrn Ewald B.`s Gehirn ist entweder Kartograf oder besteht aus mehreren Teilen, die gemeinsame Sache machen, in diesem Fall ein Objekt. Eine Geschichte als binde man Freundschaftsarmbänder, als knüpfe man Farbe an Farbe, als stückle man ein Mosaik und nennt es Buch. Ein Verwirrspiel im Buchstabenstil. Nehmet euch Zeit für Kopfschütteln, für "Ah" und "Aha" oder mehrere "Wie?"

Das Buch will euch mit den absolut passenden Zeichnungen von Georg Koenigstein wieder zum Kopfhoch verhelfen. Dem Wunsch, sich ein Auffangnetz zu weben aus Bild und übersichtlicher Nummerierung der einzelnen Schreibpartien, wird nachgegangen.

Im Grossformat gemaltes Cover passt unter jeden Arm und auf jeden Tisch von Wien und Europa. Mein Geschmunzel konnte sich nicht entscheiden, ob es dem Inhalt dieses Buches gelten will oder dem Inneren des Autors Ewald B. Ein Buch, das den Schriftsteller mitnimmt als Handgepäck im Auto, im Zug.

Ist es wirklich, frag ich mich, möglich, entgegen meiner rigiden Angewohnheit, ein Buch zwei Mal lesen zu dürfen? Zum Ende hin, und ich verfalle in lächerliche Dankbarkeitsposen, dass die Geschichte nicht einfach aufhört und sich so etwas "Ende" schimpft, wird mir nach gesteigerter Konzentration doch noch leichter, und zufrieden lächle ich aufs rechtsseitige koenigstein`sche Blatt. Fast ein bisschen siegessicher, doch etwas verstanden zu haben vom Innenleben eines Aussenlebens eines Innenlebens.

Fazit: das (Vor-)Urteil Lehrer sind Lehrer sind doch nur Lehrer räumt leise, behutsam und vorerst ein bisschen, mit mir auf.

Ewald Baringer, Hunzils wundersame Reise, Literaturedition Niederösterreich, ISBN 3-901117-65-2


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